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1093
Bier hat in Bamberg lange Tradition. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1039 zurück. Das erste offizielle Braurecht wird 1122 durch Bischof Otto I. (1102- 39) dem Benediktinerkloster auf dem Michelsberg verliehen.

1489
Die Landesfürsten waren schon damals auf gute Qualität des Bieres bedacht. So erließ der Fürstbischof Heinrich lll. Groß von Trockau (1487- 1501) 1489 das Bamberger Reinheitsgebot, indem er festlegte, dass beim "Einsieden nichts mere denn Hopfen, Malz und Wasser zu nemen sey" - und kam damit dem heute noch gültigen Bayrischen Reinheitsgebot um 27 Jahre zuvor!

18 Jhd.
Der Aufstieg zur Bierstadt gelang Bamberg im 18. Jahrhundert. Insbesondere in der Schönbornzeit, unter dem Fürstbischof Lothar Franz (1693- 1729)und Friedrich Karl (1729- 1746) von Schönborn, wurden Handel und Handwerk stark gefördert; es brach so etwas wie ein Wirtschaftswunder aus.

1718
Im Zuge dieser aufblühenden Jahre wurde die Brauerei gegründet, was im Protokollbuch des Klosters Michelsberg vom Jahre 1718 vermerkt ist. Damals gab es in dem Dorf Gaustadt bereits drei Wirtshäuser - bei ca. 300 Einwohnern. Eines davon gehörte dem Benediktinerkloster St. Michaelsberg zu Bamberg - und für dieses Wirtshaus erhielt seinerzeit Georg Morg, der damalige Besitzer, die Erlaubnis "ein Bräuhaus einzurichten".

Auszug aus dem Protokollbuch des Klosters Michaelsberg von 1718

1900
Um das Jahr 1900 hieß die Brauerei "Müller’sche Brauerei zu Gaustadt" und der Inhaber Anton Müller hatte “nur" vier Töchter.

1910
Georg Wörner - der Großvater des jetzigen Brauereibesitzers – war einer der neun Kinder des Brauereibesitzers Michael Wörner vom "Erbacher Brauhaus" in Erbach/Odenwald. Im Laufe seiner Lern- und Wanderjahre traf er in Gaustadt auf Monika Müller - eine der vier Töchter - und heiratete sie am 28. Januar 1910. Seit damals hieß nun die Brauerei "Brauerei Wörner" bzw. später "Bürgerbräu Gaustadt".

 

 

1953
Im Jahre 1953 übergab Georg Wörner den Betrieb an seine zwei Söhne Theodor und Ludwig - damals mit ca. 6.000 hl Jahresausstoß.

1956
Im Laufe der folgenden Jahre konnte der Ausstoß ständig gesteigert werden (seit 1956 werden auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke hergestellt), so dass die Brauerei Mitte der 60er Jahre zu klein wurde - für Erweiterungen bestand am alten Standort keine Möglichkeit. Theodor und Ludwig Wörner fassten deshalb den mutigen Entschluss, eine völlig neue Brauerei auf der grünen Wiese zu erstellen.

1969
Nach zweijähriger Bauzeit konnte dann im März 1969 der erste Sud Bier in der neuen Brauerei erfolgen. In weiteren drei Baustufen der Folgejahre erreichte die Brauerei ihre heutige Größe mit ca. 55.000 qm und einer Produktionskapazität von ca. 300.000 hl.

1972
1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Gaustadt im Rahmen der Gebietsreform nach Bamberg eingemeindet. Damit begannen auch die Überlegungen Bamberg mit seinen Sehenswürdigkeiten und Berühmtheiten in das Marketing der Brauerei mit einzubeziehen. Neue Biersorten mit dem Namen Kaiserdom wurden geschaffen; erstmals schenkte man zur Kirchweih 1976 Kaiserdom Pilsener mit großem Erfolg aus.

1978
Nach dem plötzlichen Tod von Ludwig Wörner am 22. März 1978 trat dann umgehend sein Sohn Georg Wörner in die Firma ein. Seinerzeit hatte er zwar schon das Studium in Weihenstephan (Dip|. Ing.) und München (Dipl. Wirtsch. lng.) beendet, befand sich aber noch mitten in einer Promotion bei Prof. Narziß in Weihenstephan, welche er im Interesse des Familienunternehmens abbrechen musste. Bereits zu dieser Zeit entschloss sich Georg Wörner die Biere nicht nur deutschlandweit zu vertreiben, sondern auch den internationalen Export immer weiter aufzubauen. Heute wird weltweit exportiert, in China und Schweden gibt es Lizenzproduktionen.

1980
Kaiserdom fängt an sich kontinuierlich und zielstrebig auf dem Weltbiermarkt zu etablieren.

1986
Zum 1. Januar 1986 übernahm Georg Wömer mit seiner Familie den Alleinbesitz des Brauereiunternehmens (Dritte Generation).

1990
Erweiterung um das Geschäftsfeld Technics und Technologie

2012
Neubau Verladeterminal

2013
Verbesserung und Erweiterung der Abfüllanlage